„Ohni Fabrikool mues mis Härz gränne“

Communique zur Wiederbesetzung des Fabrikool

Nachdem das Fabrikool Kollektiv Anfang April den Vertrag mit dem AGG (Amt für Grundstücke und Gebäude des Kanton Bern) gekündet hatte, hätte heute am 30.4. die offizielle Übergabe des Gebäudes stattfinden sollen.
Doch die Vertreter des Kantons warteten vergeblich – natürlich haben wir das Fabrikool nicht freiwillig rausgerückt und werden es auch in Zukunft nicht tun! Ab morgen, 1. Mai, ist das Gebäude also wieder vertragslos besetzt und es ist noch unklar wie es weitergeht. Alle Neuigkeiten gibt es auf barrikade.info und auf fabrikool.ch.
Um zu unterstreichen, dass hinter dem Fabrikool viele Menschen stehen und das Haus nicht widerstandslos abgegeben wird, fand bereits am Sonntag ein Quartierspaziergang und heute dann eine Velodemo statt.

Demo am Sonntag

Während die Demo am Sonntag eher gemütlich ablief, mit diversen bunt gestalteten Wagen und einem Konzert im Quartier, überbrachte die heutige Velodemo unter dem Motto „Scheisse zu Scheisse“ den Möchtegern-Besitzern „Hebeisen+Vatter“ das was ihnen zusteht: einen Haufen Scheisse. Die Bullen waren sich mal wieder nicht zu schade, als Schutzschild für die Interessen der Investoren herzuhalten: zuerst sperrten sie die Zufahrtstrasse zur AGG ab, anschliessend verteidigten sie mit einer Strassensperre das Architektenbüro.


Neben Solitransparenten in der Nachbarschaft in der Länggasse erhielt das Fabrikool vor allem während der Velodemo viel Zuspruch von Passant_innen. Denn für alle ausser „Hebeisen+Vatter“ ist einleuchtend:
Das Fabrikool ist nicht käuflich, denn es wird längst genutzt und belebt. Too kool to sell – Fabrikool bleibt die nächsten 50 Jahre (kool).


Einige Worte aus der Nachbarschaft und von Demoteilnehmenden:
„Ohni Fabrikool mues mis Härz gränne“
„D’Längasse söu nid so steril wärde“
„Eine andere Stadt ist möglich – Fabrikool bleibt“
„Ich bin spontan zur Velodemo hinzugekommen und fühlte mich für ein paar Stunden frei“